Montag, März 15, 2010

Vancouver

Lange habe ich nichts mehr geschrieben in diesem Blog. Wohl mit deswegen, weil die Resonanz der Leserschaft etwas schwach war zu den letzten Posts. Mittlerweile ist viel passiert, ich habe einiges erlebt, bin ich doch seit ca. 6 Wochen in Kanada. Zuerst in Vancouver für die Olympischen (Winter-)Spiele und seit ca. einer Woche in Whistler für die Paralympics.

Wenn man so lange Zeit "am Stück" im Ausland arbeitet, entwickelt man eine Beziehung zur Umgebung und zu den Menschen. Man ist ja nie Tourist, weil man ist ja hier zum Arbeiten - auch, oder gerade weil die Arbeit Spass macht. Mir zumindest; es gibt auch Kollegen von ARD & ZDF, die beschweren sich über die "Arbeit im Keller", weil im IBC (International Broadcast Center) in die ARD/ZDF-Räumlichkeiten kein Tageslicht fällt. Hey - ich kenne mehr als ein paar dutzend Leute, die dankbar wären im Wetter-unbeständigen Vancouver zu arbeiten anstatt im scheisswinterkalten Deutschland.

Vancouver ist eine tolle Stadt. International. Grosstadt, aber auch provinziell - irgendwie. Viele verschiedene Nationalitäten sind vertreten. Die sogenannten "Minorities" machen mittlerweile mehr als die Hälfte der Vancouverites aus. Asiaten, Europäer, Amerikaner, Afrikaner, "First Nations" (der korrekte Begriff für die Ureinwohner/Indianer) - Vancouver ist cosmopolitsch. Entsprechend vielfältige, wirklich internationale Küche.














Landschaft: Alles. Wasser, Wald, Berge - Frühling in Vancouver, Winter in den anderthalb Stunden entfernten Whistler-Mountains.

Es gibt natürlich auch weniger positive Seiten: Alkoholische Getränke zum Beispiel sind erstens sehr teuer (im Laden wie im Restaurant) und zweitens ist es strikt verboten diese in der Öffentlichkeit zu konsumieren. Das bedeutet zum Beispiel: Strassenfeste mit (alkoholischem) Getränkeausschank, Weinfeste u.a. sind nicht möglich. So was gibt's nicht in Kanada. Raucher sind auch gestraft. Ich habe in all den Wochen keine einzige Lokalität entdeckt, wo Rauchen - und sei es auch nur in einer winzigen Ecke - erlaubt war. Es gibt bestimmt ein paar Raucherlokale - im Internet finden sich diverse Hinweise. Aber sie sind schwer zu finden.

Und wenn man dann auf die Strasse geht zum Rauchen finden sich in der Regel Schilder, die darauf hinweisen einen Mindestabstand zur Tür einzuhalten...

Gleichwohl: Vancouver ist eine Reise wert; und ich werde bestimmt wieder kommen. Nur eine Frage der Zeit. Zum Beispiel um in den Cellar Jazz Club in Kitsilano zu gehen, oder ins Boatshouse Restaurant für einen leckeren Fisch. Oder nach Gastown für'n Drink, in den Stanley Park zum Laufen, nach Granville Island oder einfach nur an den Strand von English Bay.













Suck it and see! CU in Vancouver!