Donnerstag, August 16, 2007

The Killing Machine

und andere Geschichten erzählt die retrospektive Austellung auf der Darmstädter Mathildenhöhe von Janet Cardiff & George Bures Miller. Nachdem mir von Musikerkolleginnen bei den Conceptions vorgeschwärmt wurde musste ich da unbedingt hin - und werde es nochmal tun, wenn ich's noch schaffe bis zum 26.

Werke/Installationen, wo Geräusch, Musik, Stimmen und deren Drei(?)-dimensionalität eine grosse Rolle spielt. Die "Titel-Installation" The Killing Machine zum Beispiel ist eine computergesteuerte Maschinerie rund um einen (mit Kunstfell belegten) Zahnarztstuhl, der für mich wie ein Elektrischer Stuhl wirkte.

Ganz anders "The Forty-Part Motet", eine Audio-Installation mit vierzig oval in einer Halle verteilten Lautsprechern, die eine Bearbeitung der Renaissance-Motette für acht Chöre à fünf Stimmen "Spem in Alium" von Thomas Tallis wiedergeben: Gänsehaut.

Oder "The Paradise Institute", eine "Kino-artige" Installation, ursprüngliche für die Biennale in Venedig 2001 (1. Preis) produziert: In einem nachgebauten Kino wird ein SciFi/Thriller/Film noir gezeigt mit Surround-Ton über Kopfhörer, der einen irgendwann zweifeln lässt, was Film- und was (fiktive) Publikumsgeräusche sind.

Die Kollegen vom hr haben eine schöne Reportage über die Darmstädter Ausstellung gedreht. Alles in allem für acht Euro mit Sicherheit "nachhaltiger" (oder nachhalliger?) als so mancher Kino- oder Konzertbesuch.

Kommentare:

novesia hat gesagt…

Da will ich hin! Hach. Ich brauche MEHR ZEIT!!!

Mr. Music hat gesagt…

John Steinbeck hat gesacht: "Man verliert die meiste Zeit damit, dass man Zeit gewinnen will." ;-)

In Darmstadt/Deutscheland nur noch bis Sonntag, 26.8.; ab 15. Oktober dort: http://miamiartmuseum.org/ ...