Freitag, Juni 24, 2011

Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin !

Zum ROCKTREFF. Nicht weil der Eintritt frei ist (!), sondern weil unsere FUNKFRAGEN dort spielen; am Samstag, 25.06.2011 um 18:00 Uhr. Am 25. Geburtstag des Sängers der Band ADRIAN. Das wird gefeiert! Wenn ihr in Berlin seid und mitfeiern wollt: http://rocktreff.de

CU
Funky Greez :)

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Sonntag, Juni 27, 2010

HiFi Rarität: STUDER Tuner bei ebay

Ich verkaufe ein Schätzchen aus meiner Sammlung: Ein STUDER A 726 Synthesizer FM Tuner - High End Reference bei ebay.











Zur Zeit gibt es zwar (erst) fünfzehn Gebote - unter anderem aus Spanien, Finnland und Korea -, aber 53 Beobachter. Wer also eine High End Rarität sucht, möge einen Blick auf diese Seite werfen und noch schnell mitbieten. Viel Glück!

Dienstag, Juni 08, 2010

FUNKFRAGEN CD Release Party

Am 26.06. steigt die Releaseparty des neuen Albums „Wie Bitte?“ der FUNKFRAGEN in der „Goldenen Krone“ in Darmstadt.

Ein Muss für jeden, der die Band mag oder damit beginnen möchte :) Krallt Euch eins der ersten Exemplare dieses hart erarbeiteten Silberlings und feiert mit den FUNKFRAGEN das Ende einer Odyssee...




Mit frischer Technik ausgestattet wird die Krone in das richtige Licht gerückt um Euch optimalen Sound und eine packende Show zu liefern. Mit auf der Bühne stehen wird Bischler mit seiner Band "Milch“. Ein brillianter, ebenfalls deutschsprachiger Darmstädter Singer-/Songwriter, kräftig in Szene gesetzt von seiner vierköpfigen Band. So reicht das Spektrum des Abends von gefühlvollen Balladen bis hin zu knackigen Saufliedern. Es erwartet Euch ein ausgefallenes Set-Up und ein einzigartiges Spektakel. Los geht’s ab 21:00. Also bis bald...

Ab sofort startet der Vorverkauf der Tickets. Für schlappe 5 Euro könnt Ihr Einen sparen (Abendkasse 6,00 EUR).


Tickets sind hier online bestellbar oder an folgenden Orten in Darmstadt und Umgebung zu kaufen:

DA-Innenstadt:
Kunst & Kommerz – T-Shirts To Go
Schützenstr. 8
64283 Darmstadt


CD-Lounge
Wilhelminenstr. 25
64283 Darmstadt

Dieburg:
PM Bar, Lounge
Altstadt 2
64807 Dieburg

Groß-Umstadt:
Bistro du Château
Markt 4
Groß-Umstadt

Groß-Zimmern:
Fischladen Georg Wolf
Waldstr. 1
64846 Groß-Zimmern

Montag, März 15, 2010

Vancouver

Lange habe ich nichts mehr geschrieben in diesem Blog. Wohl mit deswegen, weil die Resonanz der Leserschaft etwas schwach war zu den letzten Posts. Mittlerweile ist viel passiert, ich habe einiges erlebt, bin ich doch seit ca. 6 Wochen in Kanada. Zuerst in Vancouver für die Olympischen (Winter-)Spiele und seit ca. einer Woche in Whistler für die Paralympics.

Wenn man so lange Zeit "am Stück" im Ausland arbeitet, entwickelt man eine Beziehung zur Umgebung und zu den Menschen. Man ist ja nie Tourist, weil man ist ja hier zum Arbeiten - auch, oder gerade weil die Arbeit Spass macht. Mir zumindest; es gibt auch Kollegen von ARD & ZDF, die beschweren sich über die "Arbeit im Keller", weil im IBC (International Broadcast Center) in die ARD/ZDF-Räumlichkeiten kein Tageslicht fällt. Hey - ich kenne mehr als ein paar dutzend Leute, die dankbar wären im Wetter-unbeständigen Vancouver zu arbeiten anstatt im scheisswinterkalten Deutschland.

Vancouver ist eine tolle Stadt. International. Grosstadt, aber auch provinziell - irgendwie. Viele verschiedene Nationalitäten sind vertreten. Die sogenannten "Minorities" machen mittlerweile mehr als die Hälfte der Vancouverites aus. Asiaten, Europäer, Amerikaner, Afrikaner, "First Nations" (der korrekte Begriff für die Ureinwohner/Indianer) - Vancouver ist cosmopolitsch. Entsprechend vielfältige, wirklich internationale Küche.














Landschaft: Alles. Wasser, Wald, Berge - Frühling in Vancouver, Winter in den anderthalb Stunden entfernten Whistler-Mountains.

Es gibt natürlich auch weniger positive Seiten: Alkoholische Getränke zum Beispiel sind erstens sehr teuer (im Laden wie im Restaurant) und zweitens ist es strikt verboten diese in der Öffentlichkeit zu konsumieren. Das bedeutet zum Beispiel: Strassenfeste mit (alkoholischem) Getränkeausschank, Weinfeste u.a. sind nicht möglich. So was gibt's nicht in Kanada. Raucher sind auch gestraft. Ich habe in all den Wochen keine einzige Lokalität entdeckt, wo Rauchen - und sei es auch nur in einer winzigen Ecke - erlaubt war. Es gibt bestimmt ein paar Raucherlokale - im Internet finden sich diverse Hinweise. Aber sie sind schwer zu finden.

Und wenn man dann auf die Strasse geht zum Rauchen finden sich in der Regel Schilder, die darauf hinweisen einen Mindestabstand zur Tür einzuhalten...

Gleichwohl: Vancouver ist eine Reise wert; und ich werde bestimmt wieder kommen. Nur eine Frage der Zeit. Zum Beispiel um in den Cellar Jazz Club in Kitsilano zu gehen, oder ins Boatshouse Restaurant für einen leckeren Fisch. Oder nach Gastown für'n Drink, in den Stanley Park zum Laufen, nach Granville Island oder einfach nur an den Strand von English Bay.













Suck it and see! CU in Vancouver!

Samstag, Dezember 26, 2009

Microblogging

Durch "Microblogging", sprich Twitter ist mein Jungfrauenjoch-Blog dieses Jahr etwas zu kurz gekommen; genauso wie meine Bandarbeit. Alle paar Wochen 'ne Probe mit art hoc, ein Gig im Sommer mit Jungfrauenjoch und die Jazz-Conceptions - natürlich :)














Ansonsten war ich in Sachen Musik nur passiv unterwegs, als Konzertbesucher oder "online-DJ". Und ein bischen Promo für das King Gong Projekt. Ach ja, da war noch dieser Drum Tuning & Recording Workshop bei den FWL-Studios in Leipzig!

Nächstes Jahr wird besser - bestimmt. Im Februar erst mal Vancouver und danach... Schau' mer 'mal :)

Mittwoch, Dezember 23, 2009

Zu Weihnachten

"Im Leben des Durchschnittsmenschen unserer Zeit ist das Begehen der paar allgemein gefeierten Festtage eigentlich das einzige Zugeständnis ans Ideale. Er begeht die Neujahrsfeier mit einem Kopfschütteln oder sentimentalen Seufzer über die Vergänglichkeit des Lebens, das Dahinrasen der Zeit, er feiert Ostern und Pfingsten als Feste des Frühlings- und Neuwerdens, Allerseelen evtl. mit einem Gräberbesuch. Weihnachten feiert er, indem er sich einen oder ein paar Tage Ruhe gönnt, dem das Lieblingsparfüm und den Kindern ein paar Spiele schenkt. Mancher hat auch eine vorübergehende, resignierte Freude am Jubel der Kids; er betrachtet die brennenden Kerzen des Christbaums mit halb wehmütiger Erinnerung an die eigene Kinderzeit und denkt beim Anblick seiner beschenkten und fröhlichen Kinder: Ja, freut euch nur und geniesst es, früh genug wird das Leben euch die Freude und Unbekümmertheit nehmen.

Er fragt nicht: Ja, warum denn eigentlich? Warum scheint es mir selbstverständlich, dass das Leben eine böse Macht ist, die aus der Kindheit in Schuld, Enttäuschung und ungeliebte Arbeit führt? Warum soll Freude und Unschuld diesem Leben notwendig zum Opfer fallen?

An dem Tag aber wo er wirklich so fragt, hat er aufgehört, ein Durchschnittsmensch zu sein und den ersten Schritt zu einem neuen Leben getan. Und wenn er diesen Weg weiter geht, so wird ihm künftig jeder Tag seines Lebens wertvoller, inhaltsreicher und bedeutender sein, als es ihm früher alle Festtage mit ihrem vergänglichen Schimmer und ihrem halbwahren bisschen Nachdenklichkeit gewesen sind. Er wird einsehen, dass es nicht das Leben war, das ihm Unschuld, Freude und Ideale genommen hat, und dass es unrecht und lächerlich war das Leben dafür anzuklagen. Denn er war es selbst, der sich betrog.

Denn es gibt keine Notwendigkeit und keinen Zug der Zeit, der den einzelnen zwingen könnte, materielle Güter den geistigen, vergängliche den unvergänglichen vorzuziehen. Wer diese entscheidende Wahl getroffen hat, darf niemand als sich selbst dafür verantwortlich machen.

"Ach was", entgegnet ihr, "unsere Zeit ist nicht ideal und wir können sie und uns nicht anders machen."

Ja, das ist eben die alte Floskel, die einer dem anderen nachplappert und die jeder meint, glauben zu müssen. Unsere Zeit sei nicht ideal! Warum nicht? Weil der Gelderwerb auffallender, rücksichtsloser und geschmackloser betrieben wird als früher?

Aber es ist die Frage, wie man später einmal unsere Zeit beurteilen wird. Ich glaube sehr, dass man nicht sagen wird: es war die Zeit, als Benzin teurer war, die Zeit, als das Mobiltelefon und flache Bildschirme erfunden wurden, die Zeit der letzten analogen Platten und der ersten digitalen. Sondern ich glaube viel eher wird man sagen: es war die Zeit vieler Dichter, die Zeit vieler und starker religiöser Bewegungen. Das alles was euch heute als ein angenehmer Zeitvertreib und Luxus erscheint, was viele von euch Verücktheit und Schwärmerei nennen, das wird überbleiben und existieren und Wert und Geltung haben, wenn euer ganzer bitterer, ernsthafter Krieg um den Geldsack längst, längst vergessen ist.

Kennt ihr nicht Weihnachten, das Fest der Liebe? das Fest der Freude? Anerkennt ihr die Liebe und die Freude also nicht als hohe Mächte, denen ihr besondere, gesetzliche Festtage feiert? Aber wie sieht es denn bei uns mit der Liebe und mit der Freude aus? Um ein paar Tage oder höchstens Wochen im Jahr ein bisschen Freude zu haben, bringt ihr dreiviertel eures Lebens im Staub und Schweiss einer freudlosen Arbeit zu, die nicht adelt, sondern niederdrückt. Und wenn ihr dessen müde seid und ein Hunger nach Licht und Freude euch ergreift, so haben die allermeisten von euch sie nicht in sich selber zu holen, sondern müssen sie kaufen - im Theater, im Club, in der Kneipe. Und wie steht es mit der Liebe? Derjenige, der zehn bis zwölf Stunden für den Broterwerb, zwei bis vier für Kneipe oder anderes Vergnügen opfert, hat für den Partner, Familie und echte Freunde nur Augenblicke übrig.

Es ist ein merkwürdiges, doch einfaches Geheimnis der Lebensweisheit aller Zeiten, dass jede kleinste selbstlose Hingabe, jede Teilnahme, jede Liebe uns reicher macht, während jede Bemühung um Besitz und Macht uns Kräfte raubt und ärmer werden lässt. Das haben die Inder gewusst und gelehrt, und dann die weisen Griechen, und dann Jesus, dessen Fest wir jetzt feiern, und seither noch Tausende von Weisen und Dichtern, deren Werke die Zeiten überdauern, während Reiche und Könige ihrer Zeit verschollen und vergangen sind. Ihr mögt es mit Jesus halten oder mit Plato, mit Schiller oder mit Spinoza, überall ist das die letzte Weisheit, dass weder Macht noch Besitz noch Erkenntnis selig macht, sondern allein die Liebe. Jedes Selbstlossein, jeder Verzicht aus Liebe, jedes tätige Mitleid, jede Selbstentäusserung scheint ein Weggeben, ein Sichberauben, und ist doch ein Reicherwerden und Grösserwerden, und ist doch der einzige Weg, der vorwärts und aufwärts führt. Es ist ein altes Lied und ich bin ein schlechter Sänger und Prediger, aber Wahrheiten veralten nicht und sind stets und überall wahr, ob sie nun in einer Wüste gepredigt, in einem Gedicht gesungen oder in einer Zeitung gedruckt werden."

frei nach Hermann Hesse