Freitag, Juli 10, 2009

GEMA PK: Brechen bitte!

Pressekonferenz ::
Petition zur Tariferhöhung bei Veranstaltungen: GEMA bezieht Stellung

Im Bezug auf die bislang über 96.000-mal unterzeichnete Petition zur Tariferhöhung bei Veranstaltungen, die im Internetportal des Petitions-Ausschusses des Deutschen Bundestages zur Diskussion eingestellte wurde, lud die GEMA am 09. Juli zu einer Pressekonferenz ein. In der Münchner Zentrale der Verwertungsgesellschaft bezog der GEMA-Vorstand Stellung, versuchte die verschiedenen Handlungsstränge offen zu legen und die teils emotional geführten Diskussionen zu versachlichen. Die durch die Musikerin Barbara Clear ausgelöste Debatte sorgt derzeit in Internetforen für intensiven Austausch und kontroverse Diskussionen.

Neben dem Vorstandsvorsitzenden Harald Heker, den Aufsichtsratsmitgliedern Frank Dostal und Karl-Heinz Klempnow, Jörg Evers sowie Pressesprecherin Bettina Müller, waren mit Markus Lehmann-Horn und Norbert Stammberger auch zwei Delegierte der angeschlossenen und außerordentlichen Mitglieder auf dem Podium vertreten.

In der einleitenden Rede versuchte GEMA-Vorstandsvorsitzender Dr. Harald Heker die aktuellen Diskussionsschwerpunkte zu ordnen: "Bei der Debatte, die eine Eigendynamik bekommen und sich verselbständigt hat, wurden drei Handlungsstränge miteinander vermengt.", so Heker. Der ursprüngliche Versuch mit den großen Konzertveranstaltern einen neuen Tarif auszuhandeln, ist gescheitert und wird nun vom Schiedsgericht des Patent- und Markenamts weitergeführt. Die kleineren Konzertveranstalter haben sich das Anliegen der Petition zu Eigen gemacht und beziehen die eigenreichte Petition nun vor allem auf die Belange von kleinen Clubs und Kleinkunstbetrieben, so Heker weiter.

Frank Dostal, der stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende der GEMA versucht die rasant steigende Zahl der Mitzeichner durch eine Art Verschwörung der großen Konzertveranstalter zu erklären. Laut Dostal hätten sich die Live-Verbände und Großveranstaltern die Erhöhung von 600 Prozent für ihre Zwecke zu Eigen gemacht und die Falschmeldung von einer 600-prozentigen Tariferhöhung in die Diskussion gemischt – tatsächlich würden die Tarife lediglich nur auf acht Prozent netto steigen. Nach den bislang gültigen Tarifen seien die Abgabenzahlungen für die Urheber die Konzertveranstaltern entrichten müssen weniger hoch als die Kosten, die für die Bereitstellung der Sanitäranlagen entstehen.

Als dritten Handlungsstrang führte Heker weiter aus, das man den "Hype" um die Petition, der sich momentan im Internet abspielt besonders ernst nehmen müsse. Es würde all denjenigen eine Bühne geboten, die aus "berechtigten Gründen oder nicht" mit der GEMA unzufrieden seien. Die Kritik der GEMA richte sich dabei vor allem gegen Online-Foren und Social Networks die durch gestreute „Falschmeldungen" Unwahrheiten zu diesem Thema verbreitet haben. "Dank des Internets ist es heute leicht, Menschen zu erreichen, wenn man irgendetwas behauptet und noch nicht einmal den Nachweis für seine Thesen erbringen muss", kritisierte Heker.

Dennoch räumte Heker ein, dass der Verteilungsschlüssel der "Solidargemeinschaft GEMA" sehr komplex sei. Auch die Kommunikation zu Ihren Mitgliedern müsse neben der Mitarbeiterzeitschrift und einem Online-Newsletter noch weiter ausgebaut werden. "Die GEMA muss noch mehr tun, um ihre Mitglieder noch besser zu erreichen."

Die GEMA-Vertreter versuchten im weiteren Ablauf die einzelnen Vorwürfe der Petition zu entkräften - etwa zu Fragen wie der Härtefallregelung, zu Kommunikationswegen oder der sogenannten GEMA-Vermutung. Offen zeigte sich Heker für eine stärkere Aufsicht durch das Patent- und Markenamt, die von der Enquete-Kommission gefordert worden war: „Die GEMA hat überhaupt kein Problem mit mehr Aufsicht. Je sorgfältiger und detailreicher die Aufsicht ist, umso leichter tun wir uns ja auch. Wir haben nichts zu verbergen. Mehr Aufsicht nützt uns nur.“ (sh)

An dieser Stelle scheint die Petition bereits Ihre Wirkung gezeigt zu haben - es wird nun endlich offen über Probleme gesprochen…

Weitere Informationen:
Die Petition im Internetportal des Petitions-Ausschusses des Deutschen Bundestages erreichen Sie unter: https://epetitionen.bundestag.de/index.php?action=petition;sa=details;petition=4517

Dank an 96khz.de


—mobile post

Donnerstag, Juli 09, 2009

Vote if you like the music


Dienstag, Juni 23, 2009

Berlin Music Market statt PopKomm?

Die PopKomm ist tot - es lebe die PopKomm? Die Absage der PopKomm ist für die Wenigsten nachvollziehbar, vor allem die Begründung von Dieter Gorny, Vorsitzender des Bundesverbandes der Musikindustrie, dass “viele Unternehmen es sich wegen des Diebstahls im Internet nicht mehr leisten können, an der Popkomm teilzunehmen”…

"Deshalb formiert sich aus dem Umfeld von Künstlern, Musik- und Softwareunternehmen das Bedürfnis, am Original-Termin der Popkomm vom 16.-18. September in Berlin ein neuartiges internationales Branchentreffen zu organisieren. Dem Open Source - Prinzip folgend, soll in den nächsten Wochen genreübergreifend eine zeitgemäße und zukunftsfähige Musikbusiness-Plattform entstehen, bei der die aktuellen und brisanten Themen besprochen werden.

Wie schon in den letzten Tagen im Netz unter dem Motto #unkomm diskutiert, verwandelt sich Berlin an drei Tagen in einen dezentralen Marktplatz der Musikwirtschaft. Der dritte Tag gipfelt in einer internationalen Konferenz im RADIALSYSTEM V. Darüber hinaus bleibt genug Raum um in zahlreichen Locations der Stadt neue Musik zu hören."

All together now! Berlin Music Market

Als Initiatoren fangen erstmal an:

newthinking communications
Motor Entertainment
RADIALSYSTEM V

Quelle: Berlin Music Blog

Freitag, Juni 12, 2009

Top Bands this month worlwide

FUNKFRAGEN: Top im Publikumsvoting gestern in der Batschkapp in Frankfurt, nicht ganz der Geschmack der Jury, CD-Pressung (500 Stück) als Preis - es war 'ne geile Show! Nachdem die Studioaufnahmen so gut wie im Kasten sind, Mix & Mastering fehlen noch, kann die Scheibe bald "released" werden. Ich freue mich schon auf die Party :D

Dienstag, Juni 09, 2009

Die GEMA besser machen

Aus dem Singvøgel-Blog von Karan: "Es ist nicht nur Zeit für eine grundlegende, den Bedürfnissen des digitalen Zeitalters gerechte Reform des Urheberrechts - es ist auch dringend nötig, daß die GEMA, die ebendieses Recht zu schützen angetreten ist, dies endlich so tut, daß auch wirklich alle Kulturschaffenden etwas davon haben und nicht nur die “großen Fische”." Da hat sie vollkommen Recht!



"Vor einigen Jahren, nach der letzten Statutenänderung der GEMA, lohnte sich eine Mitgliedschaft plötzlich für viele KünstlerInnen überhaupt nicht mehr; anstatt Geld zu bekommen, zahlten sie drauf. Mittlerweile wird sogar auf Musiker-Existenzgründungs-Seminaren davon abgeraten, der GEMA beizutreten. Denn das Niveau, bei dem eine Rentabilität eintritt, ist für etliche kleine Bands kaum mehr zu erreichen.

Die Veranstalter (besonders die privaten Kulturinitiativen) trifft es ebenso. Die Befolgung der Regeln ist aufwendig - und außerdem teuer. Die Konsequenz bekommen wir Musiker hautnah zu spüren: immer weniger Auftrittsmöglichkeiten."

Beim Bundestag wurde eine entsprechende Petition eingereicht. Bitte werdet Mitzeichner! Hier geht es direkt zur Petition.

Montag, Juni 08, 2009

Fiona is so great

Sonntag, Juni 07, 2009

Jungfrauenjoch im Podsafe Music Network

Ab heute gibt es die Musik von JUNGFRAUENJOCH auch im Podsafe Music Network zum Download. Check it out!